Mir blüht ein stiller Garten
Im schattiggrünen Grund,
Der Blumen da zu warten,
Vergnügt mich manche Stund;
Wird mir mein Haus zu enge,
Der Tag zu trüb und grau:
Flücht‘ ich aus dem Gedränge
In seine Friedensau.
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Karl Gerok
Zitate und Gedichte von Karl von Gerok (1815-1890) deutscher evangelischer Theologe & Kirchenliederdichter.
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Willkommen, o fröhlicher Ostertag!
Nun klingt es wie Psalmen in Lüften,
Nun lebet was welk und erstorben lag,
Nun grünt es auf Gräbern und Grüften;
Du Erde so sonnig, du Himmel so blau,
Ihr Wölkchen so licht und ihr Winde so lau,
Was lebt in der Luft und was webt auf der Au —
Wer feiert die fröhlichsten Ostern?
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Die Kerzen glühn, die Harfe rauscht
Und festlich prangt das Mahl,
Der alte König sitzt und lauscht
Wie träumend durch den Saal.
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Das Kindlein schleicht am Wiesenbach
Den Blumen nach,
Da winkt ein Blümlein himmelblau,
Beperlt von Tau.
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Es war ein trüber Morgen,
Dass ich am Fenster lag
Und sah voll düstrer Sorgen
Hinaus in den grauenden Tag.
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Vier Ströme trugen einst von Edens Schwellen
Die süße Flut hinaus ins weite Land:
Der Pison führte Gold in seinen Wellen,
Der Gihon wars, der Mohrenland umwand,
Durch Assurs Flur sah man Hidekel quellen.
Der stolze Phrat bespülte Babels Strand,
Frisch brausten sie, die Paradiesessöhne,
Die Welt entlang in heller Jugendschöne.
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Es läuten zur Kirche die Glocken,
Die Eltern, sie gingen schon aus,
Drei Kindlein in goldenen Locken
Die sitzen noch unter dem Haus.
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Offenbarung Johannes 21.
Wer weißt mir den Weg in die obere Stadt?
Das Treiben hier unten, ich hab es so satt,
Die Gassen befleckt nur blutiger Streit,
In Mauern verstecket sich giftiger Neid.
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Die Kindlein sitzen im Zimmer
– Weihnachten ist nicht mehr weit –
bei traulichem Lampenschimmer
und jubeln: „Es schneit, es schneit!“
Das leichte Flockengewimmel,
es schwebt durch die dämmernde Nacht
herunter vom hohen Himmel
vorüber am Fenster so sacht.
Und wo ein Flöckchen im Tanze
den Scheiben vorüberschweift,
da flimmert’s in silbernem Glanze,
vom Lichte der Lampe bestreift.
Die Kindlein sehn’s mit Frohlocken,
sie drängen ans Fenster sich dicht,
sie verfolgen die silbernen Flocken,
die Mutter lächelt und spricht:
„Wißt, Kinder, die Engelein schneidern
im Himmel jetzt früh und spät;
an Puppenbettchen und Kleidern
wird auf Weihnachten genäht.
Da fällt von Säckchen und Röckchen
manch silberner Flitter beiseit,
von Bettchen manch Federflöckchen;
auf Erden sagt man: es schneit.
Und seid ihr lieb und vernünftig,
ist manches für euch auch bestellt;
wer weiß, was Schönes euch künftig
vom Tische der Engelein fällt!“
Die Mutter spricht’s; – vor Entzücken
den Kleinen das Herz da lacht;
sie träumen mit seligen Blicken
hinaus in die zaubrische Nacht.
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