In der heiligen Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Max von Schenkendorf
Kommt ihr Hirten, kommt ihr Armen,
Seht das ewige Erbarmen,
Das sich uns hat zugesellt,
Nicht den Königen der Erden,
Hirten will er ähnlich werden,
Er, der Herr der ganzen Welt.
Lass mich von der Erde Götzen,
Ihren Freuden, ihren Schätzen
Hin an deine Krippe fliehn;
Und mit dir, du Himmelsknabe,
Unter deinem Hirtenstabe
Bis zur Schädelstätte ziehn.
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- Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Emanuel Geibel Wie bewegt mich wundersamEuer Hall, ihr Weihnachtsglocken,Die ihr kündet mit Frohlocken,Daß zur Welt die Gnade kam. Überm Hause schien der Stern,Und in Lilien stand die Krippe,Wo der Engel reine LippeHosianna sang dem Herrn. Herz, und was geschah vordem,Dir zum Heil erneut sich’s heute:Dies gedämpfte FestgeläuteRuft auch dich nach Bethlehem....
- Zur heiligen Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Adolf Kolping Es strebte aus der Nacht des LebensDie Menschheit stets nach Glück und Licht,Doch suchte sie den Weg vergebensJahrtausende und fand ihn nicht. Da ließ den Friedensgruß erschallenDurch Engelsmund das Christuskind,Es bot den wahren Frieden allen,Die eines guten Willens sind. Es nahm auf sich der Menschheit BürdeUnd gab des reinen...
- Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Ludwig Anzengruber Ob hoch, ob nieder wir geboren,So wie uns antritt das Geschick,So geht der frohe Kindesblick,Das Kinderherz geht uns verloren. Wir fühlen mählich uns verhärten‚gen alter Sagen Trost und Lust,Die uns des Lebens wirren WustZur heil’gen Einheit einst verklärten. Zerstoben bis auf wen’ge ResteIst der Erinnerung Gewalt,Abwägend stehen wir und...
- Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsverse von Luise Egloff Es zieht empor mich zu des Vaters Milde,Ich sinke hin vor meines Schöpfers Thron.Und mich umstrahlt im lieblichen GebildeDer Welterlöser, Gott und Gottes Sohn.Er stieg herab aus Edens Lichtgefilde:So lehrt dich, Christ, die Stimm‘ der Religion;So seh‘ ich ihn vor meiner Seele schweben,Und mich durchströmt der Hoffnung neues Leben....
- Die Heiligen drei Könige Legende – Gedicht von Rainer Maria Rilke Einst als am Saum der Wüsten sichauftat die Hand des Herrnwie eine Frucht, die sommerlichverkündet ihren Kern,da war ein Wunder: Fernerkannten und begrüßten sichdrei Könige und ein Stern.Drei Könige von Unterwegsund der Stern Überall,die zogen alle (überlegs!)so rechts ein Rex und links ein Rexzu einem stillen Stall.Was brachten die...
- Vor Weihnacht – Weihnachtsgedicht / Gedicht von Karl Gerok Die Kindlein sitzen im Zimmer– Weihnachten ist nicht mehr weit –bei traulichem Lampenschimmerund jubeln: „Es schneit, es schneit!“ Das leichte Flockengewimmel,es schwebt durch die dämmernde Nachtherunter vom hohen Himmelvorüber am Fenster so sacht. Und wo ein Flöckchen im Tanzeden Scheiben vorüberschweift,da flimmert’s in silbernem Glanze,vom Lichte der Lampe bestreift....
- Deutsche Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Otto Roquette Über dem Schnee in der heiligen NachtFunkelt das Sternengeleite.Fern in Frankreich auf einsamer WachtSchaut der Soldat in die Weite. Weit, so weit ist der Sternenraum,Weit, wie die Lieb‘ ohne Schranken!Heimathlichter am TannenbaumGeh’n ihm durch die Gedanken. Mutteraugen und Jugendlust,Kinderlachen und Singen –Leuchtend geht’s ihm auf in der Brust,Will ihm...
- Die Nacht vor dem Heiligen Abend, Da liegen die Kinder im Traum … – Weihnachtsgedicht / Gedicht von Robert Reinick (1805-1934) Die Nacht vor dem Heiligen Abend,Da liegen die Kinder im Traum;Sie träumen von schönen SachenUnd von dem Weihnachtsbaum. Und während sie schlafen und träumen,Wird es am Himmel klar,Und durch den Himmel fliegen,Drei Engel wunderbar. Sie tragen ein holdes Kindlein,Das ist der Heilge Christ;Er ist so fromm und freundlich,Wie keins...
- Weihnacht der Seele – Gedicht von Friedrich Emil Rittershaus Wohl jauchzt das Herz in sel´ger Wonne,Wenn es der Freuden Hauch umweht,Wenn seines Glückes gold´ne SonneAm Himmel seines Lebens steht;Doch nicht am Tag der duft´gen Blüte,Nicht in der Sommerzeit VerlaufGeht in dem innersten GemüteDer Stern des wahren Friedens auf. Es kommt ein Tag – er kommt für Jeden! –Wo...
- Am heiligen Abend – Gedicht von Karl von Gerok O heiliger Abend,mit Sternen besät,wie lieblich und labenddein Hauch mich umweht!Vom Kindergetümmel,vom Lichtergewimmelaufschau ich zum Himmelin leisem Gebet. Da funkelt von Sternenein himmlischer Baum,da jauchzt es im fernen,ätherischen Raum;da lassen die Sphärenin seligen Chörenglückwünschend sich hören;mir klingt’s wie im Traum. Es führet mit FeuerOrion den Chor,die himmlische Leiertöt golden...
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